Am 11. Oktober 2015 fanden in Weißrussland Präsidentschaftswahlen statt. In diesem Blog berichtete das Büro Belarus der Konrad-Adenauer-Stiftung über die Hintergründe und Entwicklungen. Die Beiträge sind auf dieser Seite archiviert. Für jüngere Kommentierungen folgen Sie uns bitte auf Twitter oder Facebook.


Montag, 11. Mai 2015

In eigener Sache: Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Belarus

Gedenken in Chatyn.
Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung Belarus
Anlässlich des 70-jährigen Kriegsendes mit Deutschland hat die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen von Kranzniederlegungen in Belarus an die Opfer erinnert. Am 8. Mai 2015 legte der für Belarus zuständige Auslandsmitarbeiter, Dr. Wolfgang Sender, zunächst einen Kranz an der nationalen Erinnerungsstätte „Chatyn“ der Republik Belarus nieder. Die Gedenkstätte Chatyn steht in besonderem Maße für die Opfer in der Zivilbevölkerung: Sie erinnert an alle Opfer der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg, besonders an die über 600 „verbrannten Dörfer“, die oft mit ihren Einwohnern vernichtet wurden.

In Maly Trostinez.
Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung Belarus
Am 9. Mai 2015 legte Dr. Wolfgang Sender dann ebenfalls einen Kranz am ehemaligen Vernichtungslager Maly Trostinez am Stadtrand von Minsk nieder. Über 200.000 Menschen wurden nach Angaben der Gedenkstätte in Maly Trostinez während der Zeit des Zweiten Weltkrieges hier getötet.

Das Gedenken der Konrad-Adenauer-Stiftung erfolgte unmittelbar im Anschluss an eine Belarus-Reise des Koordinators für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft im Auswärtigen Amt, Gernot Erler.

Erler hatte Belarus hierbei kurz vor dem Jahrestag des Kriegsendes im Namen der Bundesregierung erstmals öffentlich um Entschuldigung für die Verbrechen der Nationalsozialisten gebeten.


Kranz der Konrad-Adenauer-Stiftung in Maly Trostinec.
Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung Belarus